Die zukünftige Baustelle "LuisenQuartier" ist Schauplatz des "Gemeinsamen Tages"

Das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden – was gibt es Effektiveres und macht zufriedener? Die Mitarbeiter sowohl der Baugenossenschaft Familienheim als auch der Stiftung Liebenau Teilhabe verknüpfen beides seit einigen Jahren an einem »Gemeinsamen Tag«. An einem solchen wurden bereits die Behindertenwerkstatt in der Prinz-Eugen-Straße und der Kurgarten verschönert oder man lief beim Villinger Stadtlauf Seite an Seite für den guten Zweck. Diesmal fand der Aktionstag in der Vöhrenbacher Straße statt, genau dort, wo in den nächsten beiden Jahren das »Luisen-Quartier« mit Wohnungen für 85 Haushalte entstehen soll: die zukünftige Baustelle erhielt nun den ersten Abschnitt des Bauzauns. Zum ersten Mal waren in die Gemeinschaftsaktion auch die Kinder des benachbarten Familienzentrums St. Konrad einbezogen, denn vor allem sie und ihre ErzieherInnen sind es, die die Schaffung neuen und bezahlbaren Wohnraums hautnah miterleben werden. Die gut zwei Meter hohe und 70m lange Wand aus OSB-Platten soll zwar Sicherheit gewähren und auch etwas vor Lärm und Schmutz schützen, die Sichtlöcher darin den Passanten aber ermöglichen, den Baufortschritt zu beobachten. 130 Menschen von Klein bis Groß, mit und ohne Behinderung, beteiligten sich am Projekt. Dabei wurde sehr auf die Schutzvorschriften gegen das Coronavirus geachtet. Die 32 Schützlinge der Stiftung Liebenau traten in zwei zeitlich und räumlich getrennten Gruppen an, unterstützt von 22 Familienheim-Mitarbeitern. Ihnen oblag es, die in Teile zerlegte Holzwand aufzustellen. Anschließend machten sich die 60 Kinder und deren 17 Erzieherinnen daran, die große Fläche bunt zu bemalen. Wer arbeitet braucht auch Essen und Trinken. Ein Kochteam bereitete Butterbrezeln, Salate und Würste vor und teilte Getränke aus. Mit Blick auf das 18-Millionen-Bauprojekt, das damit begann, sagte Geschäftsführer Sebastian Merkle nach einem arbeitsreichen, aber beglückenden Tag: »Unser Miteinander soll ein Signal dafür sein, dass man gemeinsam viel erreicht – zum Wohle aller«.